Hundeausbildung mit Herz und Verstand

Im GHSV Ratheim bilden wir Hunde ausschließlich zu sportlichen Zwecken aus und helfen Neueinsteigern auch bei der Grunderziehung ihrer Hunde. Eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen also zum wirklichen "Personen-Schutzhund" mittels Zivil- oder Wehrarbeit streben wir nicht an! Wir weisen darauf hin, dass diese Art der Ausbildung ausschließlich Behörden wie Polizei und Bundesgrenzschutz vorbehalten und für Privatpersonen verboten ist! 

Unser Sport dient dem Wetteifern von Gleichgesinnten in Prüfungen und Wettkämpfen und der Grunderziehung sowie der artgerechten Auslasstung unserer Hunde. Ein Sporthund wird weder gefährlich noch beißt er auf Kommando. Wir arbeiten rein beute- und spielorientiert. Bitte Kontaktieren Sie uns, wir stehen gern Rede und Antwort und helfen Ihnen auch mit "Problemhunden" gern weiter. 

 

Unser Sport ! Videos zum Vielseitigkeitssport für Gebrauchshunde : 

 Abt. A Fährte       Abt. B Unterordnung       Abt. C Schutzdienst 

 Video "Böser Schutzhund"

 

Ausbildung mit dem Junghund 

Hier ein paar Videos aus dem Training

 

-Happy vom Kapbusch 10 Wochen alt  (Beginn Abt. B)

-Basco´s erste Schritte in der Abt. B (Alter 5 Mon.) 

-Basco beim Schutzdienst (5 Mon.) (Triebförderung)

-Basko mit 8 Mon. Schutzdienst (Kontrolle/Verbellen)

-Basko zur Burg Buschdorf (9 Mon.) Gehorsam unter zunächst geringer trieblicher Belastung

- Video Happy lernt Fußlaufen in der Abt. C

Grundgedanken zur Hundeausbildung 

Wir bilden Hunde mit dem Grundgedanken aus, ein reibungsloses Zusammenleben von Mensch und Hund zu schaffen, ohne in der Gesellschaft auf Engpässe zu stoßen aber auch ohne den Hund dabei zu "brechen" oder gänzlich seiner natürlichen Verhaltensmuster zu berauben. Wir möchten einen Hund der mit Spaß und Freude seinem Hundeführer folgt, nicht unterwürfig und ängstlich, sondern freudig und bereitwillig. Dabei soll er absolut verlässlig und kontrollierbar sein, in jeglicher Situation.

Um dieses Endergebnis zu erhalten stellen wir uns auf das jeweilige Hund/Hundeführer-Team individuell ein. Wir trainieren einzeln mit jedem Hund und nicht in der Gruppe, weil der Hund sich so leichter auf die ihm gestellten Aufgaben konzentrieren kann.

Ein Hund lernt grundsätzlich um seine Position zu verbessern.

In der Natur geschieht nichts ohne Konsequenz. Jedes Lebewesen ist stets bestrebt  sich und seine Art zu erhalten und nach Möglichkeit seine Lebensbedingungen zu verbessern. Verhalten, welches zu angenehmen Konsequenzen führt wird öfter gezeigt und verlässlich wiederholt. Verhalten, welches zu negativen Einwirkungen führt, wird künftig vermieden. Die Entscheidung trifft das Lebewesen in der Natur selbstständig und wird dabei von natürlichen Gegebenheiten manipuliert.

In der Hundeausbildung machen wir uns diese Lerngesetze zu Nutze und verleiten den Hund dazu, von uns gewünschtes Verhalten als für ihn positiv zu interpretieren, folglich wird er dieses öfter zeigen und verlässlich Übungen ausführen, die uns wichtig sind. Hingegen werden wir unerwünschtes Verhalten mit negativen Konsequenzen belegen und somit erreichen, dass dieses in Zukunft vermieden wird. 

Korrektur gehört ebenso zur Hundeausbildung/Erziehung wie Belohnung und ausgleichendes Spiel. Unerwünschtes Verhalten zieht für den Hund, kurzzeitig unangenehme Konsequenzen nach sich. Dies könnte eine Einwirkung durch Halsband und Leine sein, aber auch einfach nur das Entziehen eines Spielzeugs oder der erstrebten Belohnung durch Futter. Dies ist abhängig von Situation und Veranlagung des Hundes, sowie von der an ihn gestellten Anforderung.

Positives Verhalten wird sofort mit angenehmer Konsequenz belohnt, vielleicht mit Futter oder Spiel. Grundsätzlich Basiert Hundeausbildung auf klarer Kommunikation von Hundeführer und Hund. Wir versuchen mit wenigen akustischen Signalen dem Hund frühzeitig nahe zu bringen, dass sein Verhalten momentan gewünscht oder unerwünscht ist. So belege ich positives Verhalten z. B. mit einem "GUUUT", welches für den Hund bedeutet, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet seine Belohnung zu erhalten. Negatives Veralten, welches ich gern abstellen möchte, belege ich hingegen mit einem "NEIN!" Dies bedeutet für den Hund, dass sein Verhalten unerwünscht ist und für ihn negative Konsequenzen nach sich ziehen wird. 

Im weiteren Verlauf der Ausbildung lernt der Hund sehr schnell, die Entscheidung selbst zu treffen, kann also selbst die Wahl zwischen Korrektur/Misserfolg  und Belohnung/Erfolg für sich entscheiden, somit wird bald ein akustiches Signalwort ausreichen um ihm hier, hilfestellend die Richtung zu weisen.  Er wird sich rasch für den Weg entscheiden, welcher für ihn der attracktivste ist. Denn ein Hund ist, wie jedes andere Lebesesen auch, grundsätzlich bestrebt seine Position zu verbessern. Er lernt also am eigenen Erfog!

Kein Mensch arbeitet ohne Bezahlung, so ähnlich ist das Lernverhalten auch beim Hund an zu sehen. Gewünschtes Verhalten wird immer positiv belegt, daher wird es gern und verlässlich gezeigt werden. Denn Spiel oder Futterbelohnung warten danach auf ihn. Unerwünschtes Verhalten hingegen, wird nicht "bezahlt" oder zieht unangenehme Konsequenzen nach sich, also macht es keinen Sinn es weiterhin zu zeigen.

Nach diesem einfachen Prinzip lässt sich ganz leicht eine Basis von gegenseitigem Vertrauen, durch klare Bilder und Anforderungen erstellen um ein reibungsloses Zusammenleben von Hund und Mensch zu erhalten, ohne die Bedürfnisse des einen oder anderen Partners grundsätzlich zu vernachlässigen. Der Mensch bleibt als Verantworlicher in dieser Beziehung, durch intelligentes Training, Teamführer in jeder Situation und wir erhalten eine entspannte Partnerschaft von Mensch und Tier im Einklang mit den natürlichen Eigenschaften des Hundes. 

 

Dagmar Lücke

(Ausbildungswartin im GHSV Ratheim, Inhaber VDH Sachkundenachweis) 

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